Mitteilungen und Termine

Veröffentlichung des Protokolls zur Informationsverantstaltung am 26.11.2014 im Cultur-Café Heiligenkirchen:
Planungen zum Hochwasserrückhaltebecken Wiembecke und zur Ortsumgehung Hornoldendorf/K90, 1n

 

Behördenvertreter und Vertreter der Planungsbüros:

Herr Veenaas Werre-Wasserverband
Herr Rother Ingenieurbüro Rother
Herr Brokmann Büro Kortemeier Brokmann Landschaftsarchitekten
Herr Huneke Kreis Lippe - Eigenbetrieb Straßen

 


 

 

 

 

Frage Antwort
Woraus resultiert die offensichtlich hohe Querneigung der Straße?
Die Anforderungen ergeben sich aus den entsprechenden Richtlinien für den Straßenbau.
Welche Folgekosten ergeben sich für die Unterhaltung (z.B. Kosten für Stauwärter)?
Personal- und Materialkosten
Sind Kosten für den Bau der Zuwegungen zu den landwirtschaftlichen Flächen bei den Gesamtkosten inbegriffen?
Ja.
Worauf begründet sich das Beckenvolumen und wurden Alternativen betrachtet?
Die bestehende Versiegelung lässt sich nahezu nicht beseitigen, 660.000 m³ Stauvolumen können mit alternativen Maßnahmen nicht zurückgehalten werden. Die Höhe des Staudammes konnte zwischenzeitlich von 15 m auf 12 m reduziert werden. Die Größe des Beckens errechnet sich aus den 27 m³/s Zulaufwassermenge zum geplanten HRB, die für ein hundertjährliches Hochwasser anzusetzen sind. Im Rahmen der Planung erfolgten Betrachtungen zur Versickerungsfähigkeit der Böden; die geologischen Bedingungen lassen eine Versickerung in der notwendigen Größenordnung allerdings nicht zu.
Sind die Renaturierungsmaßnahmen der Stadt Horn-Bad Meinberg bei der Planung berücksichtigt worden? Die Maßnahmen der Stadt Horn-Bad Meinberg haben keinen Einfluss auf den Wasserstand der Wiembecke am geplanten Beckenstandort bei einem hundertjährlichen Hochwasserereignis (HQ100).
Welche Einstauerfahrungen hat der Werre-Wasserverband mit dem Hochwasserrückhaltebecken in Schötmar? Der Werre-Wasserverband betreibt das Hochwasserrückhaltebecken Bega in Schötmar, es wurde mehrfach eingestaut (allein 2007 dreimal).
Wirkt das geplante HRB Wiembecke auch bei einem Hochwasser an der Werre in Detmold? Ursprünglich sahen die Planungen den Bau von 4 Hochwasserrückhaltebecken oberhalb von Detmold vor. Ein wirksamer Hochwasserschutz in Hornoldendorf, im Stadtgebiet von Detmold am Knochenbach und im Industriegebiet an der Knochenbachmündung ist nur durch das HRB Wiembecke möglich. In Kombination mit diesem Becken lassen sich die Hochwasserschäden an der Werre effektiver durch örtliche Schutzmaßnahmen beseitigen. Den effektivsten Schutz vor Hochwasser bietet die Kombination des HRB Wiembecke mit den örtlichen Schutzmaßnahmen an der Werre.
Sind örtliche Hochwasserschutzmaßnahmen in Detmold erforderlich?
Ja, in geringem Umfang sind noch örtliche Hochwasserschutzmaßnahmen durchzuführen.
Wie hoch ist das Risiko eines Dammbruches? Der Damm muss bis zu einem HQ10.000 (d.h. bei einem Hochwasser, welches statistisch gesehen alle 10.000 Jahre eintritt) standhalten.
Wie ist das Verhältnis der Einstaufläche, verteilt auf die Stadt Detmold und die Stadt Horn-Bad Meinberg? Das Verhältnis beträgt etwa 2/3 (Detmold) zu 1/3 (Horn-Bad Meinberg).
Wie gestalten sich Hochwasserschutzmaßnahmen in Fromhausen? Der Holzhauser Bach wird verlegt, die Mündung des Holzhauser Baches in die Wiembecke weiter unterhalb angesetzt. Dadurch verbessert sich die Rückstausituation im Gewässer, das neu dimensionierte Profil ist leistungsfähiger. Darüber hinaus ist der Bau einer Hochwasserschutzmauer an der Wiembecke und die Aufschüttung einer kleinen Verwallung erforderlich.
Wie stellen sich künftig die Lärmbeeinträchtigungen dar? Es gibt ein aktuelles Lärmschutzgutachten, wonach die Werte nach dem Bau unterhalb der zulässigen Belastungen liegen.
Was ist der Stand der geologischen Untersuchungen und in wieweit ist beim Einstau mit erheblichen Belastungen durch Schlamm zu rechnen? Es liegen zwischenzeitlich entsprechende Gutachten vor. Die Einstaudauer im HRB ist für eine Schädigung der Pflanzen zu kurz. Trotzdem verfolgt der Werre-Wasserverband das Ziel, die ackerbauliche Nutzung im zukünftigen Einstaubereich zu reduzieren.
Warum erfolgt nicht zunächst eine vollständige Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie, möglicherweise lassen sich dadurch notwendige Hochwasserschutzmaßnahmen reduzieren/vermeiden?
Für den gesamten Hochwasserschutz im Einzugsgebiet der Werre ist ein Volumenrückhalt erforderlich, die Wirkung aller Hochwasserrückhaltebecken wurde gesamtheitlich betrachtet. Renaturierungsmaßnahmen können nicht die vorhandene Hochwassergefährdung beseitigen.
Gibt es weitere Straßenbauvorhaben in diesem Bereich?
Der Ausbau bis zum Nordring wird nicht weiter verfolgt.
Gibt es einen Kreistagsbeschluss zum Vorhaben?
Dieser liegt vor.
Gibt es für die Umsetzung der Maßnahme Fördermittel? Nach Vorlage der Genehmigung werden diese beantragt.
Wie sieht das Zeitfenster für die Umsetzung aus? Die Dauer des Verfahrens ist nicht absehbar, konkrete Aussagen zum zeitlichen Verlauf können erst nach Vorliegen der Genehmigung getroffen werden.
Gibt es weitere Anhörungen im Verfahren? Ja.

                                                                                                                                   27.01.2015